Es ist nun
das eingetreten was ich nicht so gern haben wollte, in einer Ecke des Aquarium
hat das Pärchen eine flache Grube angelegt und darin eine große Menge Eier
untergebracht. Klasse, so schnell hätte ich nicht mit einer Nachkommenschaft
gerechnet. Okay, also werde ich den Lauf der Dinge mit dem Fotoapparat
festhalten.
30.09.2003
Die beiden Roten passen nun sehr genau auf das kein
anderer Fisch in die Nähe des Geleges kommt. Die restlichen Beckeninsassen haben
schnell gelernt das diese Aquarienecke zu meiden ist. Das Rote Weibchen kümmert
sich hauptsächlich um die Brut und das Männchen sorgt für die Reviergrenzen,
etwa 1/3 bis die Hälfte des Aquarium hat man eingegrenzt. Da keiner der
Mitinsassen frei durchs Becken schwimmt, sondern sich zu 95% nur auf dem Boden
bewegt gibt es keine Angriffe seitens des Roten Buntbarsch. Hier werden meine im
Vorfeld angestellten Überlegungen zur Vergesellschaftung in einem kleinen Becken
scheinbar bestätigt. Nur wenn sich jemand viel zu nahe ans Gelege traut gibt es
echte und sehr aggressive Angriffe seitens des Roten Cichlide und der
Angegriffene muss derbe Schläge einstecken.
01.10.2003
Als ich ca. 1500 von der
Arbeit zurück kam konnte ich feststellen das die Larven schon geschlüpft waren.
Das Weibchen war emsig damit beschäftigt das Gelege auf einen Platz zu halten.
Vielleicht hat sie Erfolg dabei, wie man ja auf den Bildern sieht haben die
beiden Roten ihr Nest ja unmittelbar neben dem Ansaugrohr des Außenfilters
angelegt, da werden wohl einige der kleinen drin verschwinden.
02.10.2003
Leider habe ich am Vortag keine Bilder gemacht
und nun haben sich die Barsche eine Stelle im Aquarium ausgesucht und die Brut
dorthin gebracht die für Fotos sehr ungünstig ist. Jetzt hat es der Rest der
Aquariunbesatzung etwas schwerer, da der neue Nestplatz mehr zentral im Becken
liegt. Es gibt aber nur heftige Attacken wenn sich jemand bis auf wenige
Zentimeter dem Gelege nähert, wenn sie nicht im Sichtbereich sind bleibt alles
in angespannter Ruhe.
05.10.2003
In den letzten Tagen ist nichts weiter passiert.
Ins Aquarium kamen nur ein paar zusätzliche kleine Höhlen, damit die Welse und
Schmerlen etwas haben um sich verstecken zu können. Eine weitere Pflanze, die
aus einem Malawibecken eines Freundes stammt, wurde eingepflanzt. Den Roten
Buntbarschen und den anderen Fischen geht es recht gut, soweit man das aus den
Augen des Betrachters erkennen kann. Langsam werden die kleinen Larven besser
sichtbar, in der angelegten Grube wimmelt es nur so. Laut
AquaLex-CD
: "Aus den bis zu 300 Eiern, die meist auf einem Flachen Stein oder in einer
vorher ausgehobenen Grube abgelegt werden, schlüpfen bei 27° C nach etwa drei
Tagen die Larven, die bei Störungen in andere Gruben umgebettet werden. Nach
einer Woche schwimmen die Jungfische frei und können mit Artemia ernährt
werden." Bleibt nur die Frage, eine Wochen nach Eiablage oder nach dem die
Larven geschlüpft sind .... na ja, ich werde ja sehen. Werde es berichten, mit
Fotos.
06.10.2003
Die Frage vom Vortag wurde mir sofort beantwortet, als sich das
Licht, wie üblich 08:00 Uhr, einschaltete, kam eine ungewohnte Unruhe im Becken
auf. Die Roten sorgten dafür das die Beifische keine richtige Ruhe mehr hatten,
sie waren ständig damit beschäftigt die Beifische in ihre Verstecke zu treiben.
Ein Blick in die Nestecke, nein die Larven lagen alle noch am Boden. Eine halbe
Stunde später, ich konnte das erste Foto von den frei schwimmenden Jungfischen
machen. :-).
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Jungfische |
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Im Verlauf des Vormittags wurden die Kleinen von ihren Eltern an die
Frontscheibe des Aquarium gebracht, sicher weil es hier ja immer Futter gibt.
Denke ich jedenfalls. Den Beobachtern und Fotographen freut es. Den Beifischen
freut das wenig, sie haben ab sofort die Plätze zu verlassen und müssen wieder
nach hinten, wo sie ja bis jetzt nicht mehr hin durften. Wer jetzt den Jungen zu
nahe kommt bekommt nun die volle "Kampfkraft" der Roten Buntbarsche zu spüren.
Ich konnte beobachten wie der Antennenwels in die Nähe der Jungen kam, als die
Mutter näher kam und ihn bedrohte griff er sofort selber an. Sie wich aus und
attackiert ihn gleich selber, da der Wels ja selber einiges einstecken kann
blieb er, zumindest bis dann das Männchen dazu kam, beide Roten vielen nun über
ihn er. Völlig chancenlos flüchtete der Wels, einige Jungfische dürften den
Orkan nicht überstanden haben.
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Jungfische, vorne |
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Jungfische, Makro |
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08.10.2003
Habe mich entschlossen die Jungfische einige Tage weiter zu
beobachten, gefüttert werden sie allerdings nur einmal am Tag mit
handelsüblichen Trockenfutterflocken, die zu "Staub" gemahlen wurden. Einige
Jungfische habe ich mit einem Netz gefangen und in das Aquarium meiner Tochter
gegeben, dort sind sie gleich von den Blauen Platys und dem Kugelfisch gefressen
worden.
Für die restlichen Beckeninsassen wird's langsam sehr ungemütlich, wo sie
sich auch zeigen, sie werden sofort durch das Becken gejagt, die
Versteckmöglichkeiten reichen einfach nicht aus. Man sieht nun schon erste
Beschädigungen an den Flossen der Beifische. Die Panzerwelse werde ich aus dem
Becken nehmen müssen, es wäre schade um sie.
11.10.2003
Die jungen Fische wachsen ziemlich gut, sie fressen die zu Staub gemahlenen
Trockenfutterflocken sehr begierig. Es ist mir heute gelungen den zweiten
Panzerwels aus dem Becken zu fischen, es wurde Zeit, armer Kerl. Die Schmerlen
sind schnell genug und der Antennenwels kräftig genug um den Angriffen der Roten
Paroli bieten zu können. Im Keller habe ich schon ein Zuchtbecken für die dann
größer werdenden Jungfische vorbereitet um sie dort allein aufziehen zu können.
Ich denke das ich so etwa 20 groß ziehen möchte.
21.10.2003
Die
Jungfische sind schon ca. 1cm groß und versuchen sich nun an gefrorenen
Mückenlarven. Mama und Papa sind wohlauf, bis auf eine Schmerle und den
Antennenwels sind die anderen Beifische aus dem Becken entfernt.
31.10.2003
Die Kleinen wachsen
ganz zügig, sie werden jetzt mit gefrorenen Cyclops gefüttert. Mir ist mal
wieder ein recht gutes Bild gelungen, der Kleine Kerl ist 13mm groß. Die
Jungfische sind jetzt auch ganz gut in der Webcam zu sehen.
07.12.2003
Etwas mit dem ich nicht gerechnet hätte ist gestern gegen 21 Uhr
passiert, die Roten haben erneut abgelaicht. Trotz das ja noch die ersten
Jungfische im Becken sind, ich dachte solange ich die nicht entferne würde kein
neues Gelege zu finden sein. Na ja, hab ich mich geirrt. Heute ist allerdings
dann auch schon wieder Schluss mit der neuen Brut, keine 5 Minuten nachdem das
Licht im Aquarium erlosch haben sich die ersten Jungfische über die Eier
hergemacht und die Eltern hatten keine Chance etwas zu retten.
31.12.2003
Bei meinem letzten Teilwasserwechsel habe ich
einen kleinen Buntbarsch im Filter gefunden, sehr klein, sehr blass, sehr mager.
Hab ihn ins Aquarium meiner Tochter gesetzt, dort wächst er weiter heran.